Vorstellung: Raspberry Pi 3

raspberry pi3Rund ein Jahr nach Erscheinen des Raspberry Pi 2 legt die Raspberry Foundation bereits nach und präsentiert zum 1. März 2016 den Nachfolger Raspberry Pi 3. Die breite Community der Raspberry Nutzer hatte beim Raspberry Pi 2 ja durchaus noch einige unbefriedigte Wünsche. Schauen wir uns an, was der neue kleine Kerl so drauf hat und, wie dringend ein Umstieg auf die neue Hardware wirklich ist.

Außenbetrachtung

Rein äußerlich scheint sich nicht viel geändert zu haben, wenn man den Dreier (im Bild rechts) mit dem alten Raspberry Pi 2 (links) vergleicht. Alle Anschlüsse sind unverändert vorhanden und an der selben Position verblieben. Lediglich die Status-LEDs (rechts oben) wurden auf die andere Seite des Micro-SD-Slots verlagert um der WLAN-Antenne Platz zu machen. Damit ist zu erwarten, dass zumindest (semi-)transparente Gehäuse unverändert weiter verwendet werden können.

Das selbe gilt für das Netzteil, wobei statt 2A für den Zweier nun 2,5A für den Raspberry Pi 3 empfohlen werden. Zumindest wenn USB-Peripherie mitversorgt werden soll.

raspberry pi 2 und 3

Im Vergleich: Raspberry Pi 2 links und Pi 3 rechts

Innere Werte

Aber schauen wir nun was innen drin steckt. Unverändert bleibt der Hauptspeicher von 1GB Größe. Der CPU-Takt hat sich allerdings von 900MHz auf 1,2GHz deutlich erhöht. Das Herz des RasPi 3 ist wieder ein Broadcom Chip und zwar diesmal ein BCM2837 (anstelle des BCM2836 beim Pi 2) mit einer 1,2GHz 64-bit Quad-Core ARM Cortex-A53 CPU. Das soll im 32-Bit-Modus einen Leistungsschub von 50-60% im Vergleich zum Vorgänger bringen.

Wirklich neu – und lange vermisst – ist der WLAN-Adapter onboard in Form eines Integrated 802.11n Wireless LAN Chips. Und es gibt nun Bluetooth 4.1 ebenfalls onboard.

Dabei soll der Raspberry Pi 3 vollkommen kompatibel zum Pi 2 sein – die Zukunft wird das zeigen. Zumindest die aktuelle OpenELEC Version 6.0.3 wird gleichermaßen für Pi2 und 3 angeboten und auch Raspbian unterscheidet nicht zwischen den beiden Hardwareversionen..

Schmerzlich vermisst

Klar, Raspberry kann in dieser kleinen Bauform nur anbieten, was Chip-mäßig auch erhältlich ist. Gewünscht hätten wir Raspberry User uns allerdings dringend Gigabit Ethernet, USB-3, SATA und vielleicht ein wenig mehr Grafikpower. Schade!

Fazit

Rein vom Blick auf das Datenblatt drängt sich noch nicht der Gedanke auf, den Raspberry Pi 2 zu verschrotten und dafür die Dreier-Version einzusetzen. Wer eh neu kaufen muss, der nimmt den Raspberry Pi 3 und freut sich über WLAN onboard und etwas mehr CPU-Power. Eine Revolution stellt das neue Stück allerdings nicht dar. Im Gegenteil, die Tatsache, dass die Raspberry Foundation jetzt den RasPi 3 mit diesen Daten herausbringt, kann man auch als ein Signal werten, dass Gigabit Ethernet am Raspberry noch in sehr weiter Ferne liegt.

Einen Aspekt sollten wir aber im Auge behalten, die neue CPU ist 64-Bit breit. Raspbian, das klassische Raspberry Betriebssystem, wird zwar nach wie vor nur als 32-Bit-Version angeboten. Für die Zukunft könnte das allerdings die 64-Bit-Welt für den Bereich der Einplatinen-Computer öffnen.

 

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