Raspberry Video Camera – Teil 1: Oachkatzl-Cam

Eine wetterfeste Videokamera für Garten oder Terrasse, full HD mit WLAN und automatischer Auslösung für runde 100 Euro. Im Selbstbau versteht sich mit einem Raspberry Pi 3 als Steuerung. Klingt das interessant? Gut, fertige Action- oder Dash-Cams gibt es bereits günstiger zu kaufen, aber im Selbstbau lassen sich auch individuelle persönliche Vorstellungen realisieren. Ich zeige in einer umfangreichen Artikelserie den Bau und die Programmierung einer Outdoorkamera für die Dachterrasse zur automatischen Aufnahme der vorbeikommenden Eichhörnchen. Nennen wir sie mal bayrisch: Oachkatzl Video Cam.

Zum Einstieg gleich mal ein Video, das das Ergebnis veranschaulichen soll. Zwei Oachkatzl-Cams filmen die Szene in 1080p full HD, dabei lösen die Kameras automatisch aus, sobald ein Objekt erkannt wird. Der Videoschnitt (aus zwei mach eins) erfolgt natürlich von Hand. Mehr Videos gibts in meinem YouTube-Kanal.

Anforderungen an die Kamera

Full HD Video

Übliche Wildkameras schießen Fotos, wenn ein Tier erkannt wird. Die Oachkatzl-Cam soll jedoch Videos aufzeichnen und das in einem zeitgemäßen und YouTube-tauglichen Format. Also 1080p full HD.

Automatischer Auslöser

Die Kamera muss selbständig erkennen, wenn ein Eichhörnchen in Reichweite kommt und dann die komplette Szene aufzeichnen.

Mehrere Kameras

Eine Kameraeinheit steuert den Auslöser bei einer Objekterkennung für sich selbst und auch für mögliche weitere Kameras, die die Szene aus einem anderen Blickwinkel filmen. Die Kameras müssen also miteinander kommunizieren können.

Gartentauglich

Batteriebetrieb ist nicht unbedingt erforderlich, die Kamera befindet sich in Hausnähe und kann per Kabel mit Strom versorgt werden. Zur Datenverbindung soll eine Integration ins Heimnetz erfolgen, dafür bietet sich WLAN an, um nicht noch ein weiteres Kabel verlegen zu müssen. Wichtig allerdings: Alles muss absolut wasserdicht sein.

Realisierung

Natürlich kommt – so wie in meinem Raspberry Media Center Projekt – ein Raspberry Pi zum Einsatz. Dafür gibt es eine passende hochauflösende Raspberry Kamera und beide werden zusammen mit einem Spannungsregler und einem Bewegungsmelder in eine wasserdichte Frischhaltebox eingetuppert. Der Rest ist ein wenig Python-Programmierung. Klingt ganz einfach und ist es eigentlich auch.

Im Bild ist die vereiste Oachkatzl-Cam im Winter zu sehen. Auf der Frontseite (links) befindet sich die Kameraöffnung und darunter der Bewegungssensor. An der inneren Rückwand ist der Raspberry Pi 3 befestigt und seitlich ein Spannungsregler. Am Gehäuseboden ist das Stromkabel eingeführt. Befestigt wird das Gehäuse über einen aufgeklebten Stahlwinkel. Nicht gerade ein Designobjekt, aber durchaus funktionell.

Soweit zur Einführung in des Projekt – in den folgenden Artikeln werde ich näher auf alle Details eingehen, sowohl hardware- als auch softwareseitig.

 


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