Raspberry Media Center – Teil 2: Hardware Raspberry Pi 2

Raspberry Pi 2Der Raspberry Pi ist ein kleiner, aber durchaus leistungsfähiger Einplatinencomputer, der für kleines Geld (um die 40 EUR für die neue Version 2) zu haben ist. Mehr als 5 Millionen Geräte sollen von der Raspberry Foundation seit 2012 verkauft worden sein. Damit hat sich der kleine Kerl, der ursprünglich als Lerncomputer gedacht war, in kurzer Zeit eine große und eifrige Community geschaffen und zahlreiche Anwendungen.

Obwohl die beiden nichts miteinander zu tun haben, ist für mich der Raspberry Pi der legitime Nachfolger des EMUF (Einplatinencomputer mit universeller Festprogrammierung), der in den frühen 1980er Jahren auf Basis eines 6504 Prozessors von Herwig Feichtinger (Zeitschrift MC im Franzis Verlag) entwickelt wurde.

Der Raspberry Pi ist nicht mal halb so groß wie seinerzeit ein EMUF und muss auch nicht auf Prozessorebene programmiert werden, da für ihn zahlreiche angepasste Linuxvarianten zur Verfügung stehen. Die Anpassung ist auch nötig, denn der Raspberry hat keinen Intel-Chip, wie handelsübliche Personal Computer, sondern einen ARM-Prozessor, der sonst eher für Smartphones typisch ist. Inzwischen gibt es mehrere Raspberry Hardware Varianten am Markt, den Raspberry Pi Modell A, Modell A+, Modell B, Modell B+ und seit Februar 2015 den neuen Raspberry Pi 2 Modell B. Letzterer ist wesentlich leistungsfähiger als seine Vorgänger, so dass er das Gerät der Wahl für mein Media Center Projekt ist. Wenn in Folge vom Raspberry die Rede ist, dann ist damit immer der neue Raspberry Pi 2 Modell B gemeint.

Die Hardwarespezifikationen sind in oben stehender Box ausreichend beschrieben, so dass ich nur auf die Punkte eingehe, die für das Media Center Projekt wichtig sind:

Der Raspberry Pi hat ausweichend CPU-Power bei nur wenigen Watt Stromverbrauch. Dadurch kann er problemlos 24 Stunden am Tag eingeschaltet bleiben. Per HDMI-Ausgang wird er direkt an den Fernseher angeschlossen und bietet Full-HD-Auflösung. Die restliche Peripherie, wie externe Festplatte, WLAN- und DVB-T-Stick wird per USB angesteckt. Das Linux-Betriebssystem mit allen Programmen kommt auf eine Micro-SD-Karte, von der der Raspberry auch bootet.

Zum Thema Zubehör schreibe ich einen eigenen Artikel, vorab aber schon ein paar Dinge:

Es werden neben dem blanken Raspberry Pi auch so genannte Starterkits angeboten. Es muss nicht verkehrt sein, so ein Kit zu erwerben, weil viele Dinge, die man eh als Zubehör braucht (WLAN-Stick), bereits passend zum Raspberry mit dabei sind. Allerdings auch oft Teile, die man nicht braucht, wie zum Beispiel:Raspberry Gehäuse

  • Kühlkörper zum Aufkleben: Die Raspberry CPU ist für Smartphones und Tablets entwickelt und so ausgelegt, dass sie nie so heiß wird, dass ein Kühlkörper nötig wird. Kühlkörper für Raspberries sind reine Geldschneiderei, daran sollte man keinen Gedanken verschwenden.
  • Steckernetzteil: Ein Netzteil ist beim Raspberry erst mal nicht dabei und wird an sich schon benötigt. In meinem Fall, wo einiges an Peripherie anzustecken ist, wird aber sowieso ein aktiver USB-Hub benötigt. Wenn man da ein geeignetes Teil erwischt, lässt sich der Raspberry aus dem USB-Hub speisen und es wird kein eigenes Netzteil benötigt.

Was aber durchaus sinnvoll sein kann, ist ein Gehäuse aus Kunststoff zum Schutz der Platine.

 


Weitere Artikel in dieser Kategorie:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.