Fastenwoche 2017: Rückblick und Beginn der neuen Fastenperiode

Circa 14 Monate ist es nun her seit meinem ersten und bisher einzigen Fastenversuch. Es ist also höchste Zeit für meine Fastenwoche 2017. Dass die zwei Monate später beginnt als letztes Jahr ist nicht meiner Nachlässigkeit geschuldet, sondern mit Bedacht gewählt. Ich lege meine diesjährige Fastenzeit genau in die Zeit des stärksten Birkenpollenflugs – so ist zumindest der Plan. Nachdem ich im letzten Jahr während der Fastentage keinerlei Beschwerden mit Hasel- und Erlenpollen hatte, will ich diesmal schauen, ob sich mit Fasten die Birkenzeit leichter überstehen lässt. Die Hoffnung wäre, dass der Körper durch den Nahrungsentzug in einen Erhaltungsmodus schaltet und sich dadurch nicht mehr mit der unsinnigen Bekämpfung von Pollen beschäftigt.

In diesem Artikel blicke ich kurz zurück auf die vorjährige Fastenwoche und meine Gewichtsentwicklung seit dem. Und ich starte heute mit dem Entlastungstag die neue Fastenwoche 2017, die etwas anders angelegt ist als im Vorjahr.

Meine Fastenwoche 2016 hatte ich hier im Blog mit täglichen Artikeln ausgiebig dokumentiert – hier der Link zur Übersicht 2016.

Blick zurück auf die Fastenwoche 2016

2016 war mein erster Fastenversuch und ich hatte ihn als Nulldiät auf 7 Tage angelegt und auch erfolgreich durchgestanden. Mit Hunger hatte ich damals überhaupt kein Problem, wohl aber mit starker körperlicher Abgeschlagenheit. Meine Leistungsfähigkeit (auch geistig) war absolut im Keller, ich musste auch tagsüber Sofapausen einlegen. Was das Gewicht angeht, so konnte ich von anfänglichen 81,4kg auf 75,3kg am letzten Fastentag reduzieren, immerhin gute 6kg. In den Folgetagen hat sich mein Gewicht dann leicht unter 78kg eingependelt. Wie es sich danach bis heute weiterentwickelt hat zeigt die folgende Grafik meiner (fast) täglichen morgendlichen Gewichtserfassung.

Ganz links kann man den Gewichtseinbruch in der Fastenwoche erkennen, danach eine kurze Phase unter 78kg und dann mit Schwankungen ein relativ konstantes Gewicht im Korridor zwischen 78kg und 80kg. Lediglich in den letzten Wochen bin ich deutlich über die 80kg gekommen. Also dauerhaft kein großer Erfolg, nach einem Jahr bleibt nur wenig übrig vom ursprünglichen Gewichtsverlust. Ich muss aber auch sagen, dass ich meine Ernährungsgewohnheiten kaum umgestellt hatte. Ich bin nach wie vor ein Genussmensch und gönne mit orale Freuden, speziell was Kuchen und Torten angeht. Was sich für mich nach der letzten Fastenwoche geändert hat, ist dass ich mich täglich auf die Waage stelle und mein Gewicht kontrolliere. Und bei Überschreiten der 80kg-Grenze kann ich auch mal eine Mahlzeit durch Kräuterquark mit Brot ersetzen. Man kann es aber auch positiv sehen, ich liege nach wie vor unter meinem Einstiegsgewicht vom Beginn der Fastenwoche. Das Jojo ist also zurück geschwungen – aber nicht über den Einstand hinaus.

Plan für die neue Fastenwoche 2017

Was soll nun anders laufen im Jahr 2017? Da gibt es durchaus ein paar Dinge, die ich mir vorgenommen habe:

Buchinger Fasten

2016 hab ich die harte Nulldiät durchgezogen mit ausschließlich Tee und Wasser. Durchaus mit deutlichem Gewichtsverlust, aber auch mit signifikanten Verlusten an Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Dieses Mal will ich mich sehr eng an die Regeln des Buchingerfasten halten. Das bedeutet, dass 200-500kcal pro Tag zugeführt werden in Form von Säften und Gemüsebrühen. Es wird also etwas sanfter und hoffentlich erträglicher werden.

Fastendauer

Ich verlängere um zwei Fastentage. Es werden also 9 Tage (fast) ohne Nahrung, dazu kommen (nach Buchinger) ein Entlastungstag (siehe weiter unten) und zwei Aufbautage danach. Die Hoffnung dabei ist es, auf eine ähnliche Gewichtsreduktion zu kommen, wie letztes Jahr mit der Nulldiät, also ungefähr minus 6kg.

Beobachtung der Pollenbelastung

Wie im letzten Jahr werde ich mein Gewicht, mein Wohlbefinden und mein Hungergefühl täglich monitoren und in eine Grafik eintragen. Dazu kommt dieses Jahr eine Grafik über meine gefühlte Beeinträchtigung durch den Heuschnupfen. Aus diesem Grund habe ich die diesjährige Fastenwoche genau auf Mitte April gelegt – für mich immer die schlimmste Zeit des Birkenflugs. Hasel und Erle, sowie den bereits starken Birkenpollenflug Anfang April konnte ich gut bewältigen mit einer Cetirizin-Tablette jeden zweiten Tag. Das Heuschnupfenmittel habe ich vor zwei Tagen im Vorfeld dieser Fastenwoche komplett abgesetzt und wenn es geht, möchte ich auch während der Fastenzeit darauf verzichten.

Darüber hinaus werde ich meine Blogartikel ein wenig raffen und nicht für jeden Tag einen schreiben. Die neun Fastentage verteile ich auf zwei Blogartikel und dazu gibt es einen Abschlussbericht, der die zwei Aufbautage beinhaltet. Das sollte reichen. Was die Grundlagen zum Fastenthema angeht – darüber hatte ich letztes Jahr bereits einiges geschrieben, das brauche ich nicht noch einmal aufzuwärmen.

Beginn der Fastenwoche mit einem Entlastungstag

Nach Buchinger geht der Fastenzeit ein Entlastungstag voraus. Quasi ein Einstimmungstag, an dem selisch-geistig entlastet werden soll und auch was die Nahrungszufuhr angeht. In 2016 hatte ich das mit Esoterik abgetan und den Entlastungstag einfach weggelassen. Dieses Mal will ich den Entlastungstag offiziell durchführen, an die Ernährungsvorgaben halte ich mich aber kaum. Laut Fastenliteratur soll man den Entlastungstag als Obst-, Reis- oder Rohkosttag gestalten. Ich esse tagsüber zwei Kapuziner (ein Nussgebäck in Dreiecksform von der Bäckerei Traublinger – sehr lecker – aber absolut kein Abnehmessen) und gebe mir zwei Tassen Kaffee mit Milch und Zucker. Und abends gibt es 125g Magerquark mit Leinsamenbestreuung und einem Esslöffel Honig. Also würdigt zumindest mein Abendessen den Anspruch des Entlastungstags.

Die sonstigen Startbedingungen

Ich bin fast 56 Jahre alt, männlich, 183cm groß und starte heute mit 80,5kg in die Fastenwoche. Mein Heuschnupfenmittel habe ich vor zwei Tagen abgesetzt und im Kühlschrank befindet sich Gemüse für die Zubereitung einer Gemüsebrühe.

Ziele

Natürlich geht es um Reduzierung des Bauchspecks. Dabei möchte ich am Ende der Fastenphase einen ähnlichen Erfolg erzielt haben, wie im Vorjahr. Es wäre also schön, unter 75kg zu kommen. Das hält natürlich nicht vor, bereits die beiden Aufbautage werden einige Kilos wieder draufpacken. Prima wäre es aber, wenn ich meinen langfristigen Gewichtskorridor, der bis vor ein paar Wochen bei 78kg – 80kg gelegen hat, um ein, besser noch um zwei Kilogramm nach unten verschieben könnte.

Meine Hoffnung in Richtung Buchinger-Fasten ist es, dass die erlaubte geringe Kalorienaufnahme in Form von Säften und Brühen mein Wohlbefinden während der Fastentage verbessert. Allerdings möglicherweise zu Lasten eines höheren Hungergefühls. Das gilt es herauszufinden.

Warnung

Ich bin kein Arzt und kein Experte für Fasten, Diät oder Abnehmen, deshalb liegt es mir fern, auf diesen Gebieten Anleitungen zu geben. Diese Artikelserie ist lediglich als mein persönlicher Erfahrungsbericht zu verstehen und nicht dazu gedacht, es nachzumachen. Gleichwohl freue ich mich auf einen regen Erfahrungsaustausch im Kommentarbereich.

 


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