Fastenwoche 2016: Tag 6

Fastenwoche Februar 2016Der 6. Fastentag ist zugleich auch der vorletzte. Und der Gedanke, dass es übermorgen endlich wieder was zu Essen gibt, baut mich schon auf. Wobei auch heute nicht der Hunger mein Problem ist, sondern die Schlappheit und meine Lustlosigkeit. An sich geht es mir heute relativ unverändert zu gestern, vielleicht ein klein wenig besser, was ich darauf zurückführe, dass ich mir gezielt Bewegung und vor allem Ruhepausen gönne. Und ich bin nicht mehr darauf aus, unbedingt etwas leisten zu müssen. Ich lasse das Nichtstun einfach zu.

Wie an jedem zweiten Fastentag ist auch heute wieder ein Einlauf zur begleitenden Darmreinigung fällig, und zwar der letzte für diese Woche.

Die Bilanz des Tages

Was kommt rein

Morgens 3 große Tassen Pfefferminztee, ungesüßt 460ml
Tagsüber 2 Glas Wasser 1000ml
Abends 3 kleine Tassen Pfefferminztee 570ml
Gesamte Flüssigkeitsaufnahme 2030ml

Essen: null.

Was geht raus

  • Wasserlassen: mehrfach und reichlich
  • Stuhlgang: nein, aber es gibt einen Einlauf
Gewicht6

in kg

Gewicht: 76,1kg

Wieder 700g weniger im Vergleich zum Vortag. Fett scheint sich also tatsächlich schwerer abzubauen als Muskelmasse und vor allem Wasser.

Wohlbefinden6

0=krank, 6=normal, 8=euphorisch

Wohlbefinden

Hier gibt es nichts neues, mir geht es in etwa so wie gestern, einen minimalen Kick besser vielleicht. Der Tiefpunkt ist wieder am Morgen und über den Tag kann ich durch gezielte Sofapausen einen erträglichen Zustand erreichen.

Hunger6

0=kein Hunger, 6=Fastenabbruch

Hunger

Auch mein Hungerindex bleibt unverändert auf 1 stehen. Ich hab mit Hunger überhaupt kein Problem.

Exkurs: Muskelabbau durch Fasten

Ich hatte es die Tage schon einmal erwähnt, der Körper braucht beim Nahrungsentzug erst mal die schnell verfügbaren Zuckerreserven auf. Die sind nach 24 Stunden erschöpft und der Körper muss sich was anderes suchen. Er macht sich jetzt über die Muskelmasse her, weil die scheinbar leichter in Energie umzuwandeln ist, als das festsitzende Fett. Erst am dritten Tag schaltet der Körper dann um, versucht die Muskulatur zu bewahren und geht jetzt an die Fettdepots. Das ist der gewünschte Effekt, jetzt wird das Wammerl aufgelöst.

Ich habe mir die Frage gestellt, ob der Muskelabbau denn spürbar sein würde und heute kann ich sagen: Ja! Nicht dass ich im Spiegel sehen würde, dass jetzt irgendwo weniger Muskulatur wäre, aber ich spüre es an zwei Stellen:

  • Meine Rückenprobleme nehmen leicht zu, was ich auf eine Schwächung der Rückenmuskulatur schiebe.
  • Und beim Haarefönen spüre ich, dass es mir schwerer fällt den Fön längere Zeit über dem Kopf zu halten und das war letzte Woche noch überhaupt kein Problem.

An der Beinmuskulatur merke ich allerdings nichts, was vermutlich daran liegt, dass ich in einer Split-Level-Wohnung eh den ganzen Tag Treppen steige und die Beine damit auch während der Fastenzeit im Training bleiben.

Der Muskelabbau ist für mich also spürbar, aber kein Problem, Bewegung und Sport wirkt dem gut entgegen.

Warnung

Ich bin kein Arzt und kein Experte für Fasten, Diät oder Abnehmen, deshalb liegt es mir fern, auf diesen Gebieten Anleitungen zu geben. Diese Artikelserie ist lediglich als mein persönlicher Erfahrungsbericht zu verstehen und nicht dazu gedacht, es nachzumachen. Gleichwohl freue ich mich auf einen regen Erfahrungsaustausch im Kommentarbereich.

 


Weitere Artikel in dieser Kategorie:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.