Fastenwoche 2016: Tag 3

Fastenwoche Februar 2016Tag 3 meiner Fastenwoche und der Spaß hat ein Ende. Jetzt schlägt der Nahrungsentzug richtig durch und es geht mir wirklich nicht mehr gut. Ich fühle mich unendlich schlapp – in etwa so wie bei einer schweren Erkältung, wobei ich aber natürlich keine Erkältungssymtome habe. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie jemand in dieser Situation auch noch in die Arbeit gehen kann. Das brauch ich ja zum Glück nicht, aber mir ist klar, dass ich nicht viel leisten werde, wenn das die nächsten Tage nicht besser wird. Jetzt bin ich froh, dass ich nicht zeitgleich jeden Tag einen Blogartikel schreiben muss. Es reicht, dass ich mich morgens wiege und mir ein paar handschriftliche Notizen mache.

Beim Fasten soll man ja aber auch ruhen und es etwas ruhiger angehen lassen. Und so mach ich es auch.

Die Bilanz des Tages

Was kommt rein

Morgens 2 kleine Tassen Pfefferminztee, eine ungesüßt, die andere mit einem Schuss Bio Sanddorn Ursaft als Vitaminspritze. Gibt dem Tee eine angenehm säuerliche Note. 570ml
Tagsüber 2 1/2 Glas Wasser 1250ml
Abends 2 große Tassen Pfefferminztee 510ml
Gesamte Flüssigkeitsaufnahme 2330ml

Essen: null.

Was geht raus

  • Wasserlassen: mehrfach und reichlich
  • Stuhlgang: nein
Gewicht3

in kg

Gewicht: 78,6kg

Nochmal 1,1kg runter im Vergleich zu gestern. Zumindest das ist sehr erfreulich.

Wohlbefinden3

0=krank, 6=normal, 8=euphorisch

Wohlbefinden

Schlafen kann ich wunderbar, aber bereits nach dem Aufstehen geht es mir richtig schlecht. Ich fühle mich schwach und habe leichte Kopfschmerzen. Beim morgendlichen Zähneputzen bekomme ich bereits einen kleinen Schweißausbruch und würde mich am liebsten gleich wieder hinlegen. Fast wird mir schwindlig, oder besser ausgedrückt, ich habe öfter das Gefühl, als würde mir jeden Moment schwindlig werden. Was aber dann doch nicht passiert. Jegliche Antriebskräfte sind dahin, aber ich schaffe es dann doch, am Nachmittag eine Stunde lang im Englischen Garten Spazieren zu gehen. Danach ruhe ich etwas auf dem Sofa und dann geht es mir merklich besser. Weitere unangenehme Begleiterscheinungen meines Fastens sind unangenehmer Körpergeruch und ein andauernder fader Geschmack im Mund, der auch durch Zähneputzen nicht weg zu bekommen ist.

Hunger3

0=kein Hunger, 6=Fastenabbruch

Hunger

Was den Hunger angeht, so scheint das gestern bereits das Maximum gewesen zu sein. Heute verspüre ich nur noch geringe Gelüste, so dass Hunger kein Problem ist.

Exkurs: Die reine Lehre des Fastens nach Buchinger

Bücher, Artikel und Internetseiten zum Thema Fasten und Heilfasten gleichen sich in vielen Belangen, was meiner Meinung nach darauf beruht, dass alle auf der Buchinger-Methode aufbauen. Dr.Otto Buchinger (1878 – 1966) war der Begründer des Heilfastens. Auf ihn und seine Nachfahren gehen die Buchinger Fastenkliniken in Bad Pyrmont und Überlingen zurück. Ich selbst habe Buchinger nicht gelesen und kann deshalb nicht sagen, ob alle der folgenden Punkte wirklich auf Otto Buchinger beruhen. Sie sind aber Bestandteile in vielen Publikationen zum Thema Fasten:

  • Ein Entlastungstag (oder zwei) mit reduzierter Nahrungsaufnahme.
  • Maximal eine Woche selbständiges Fasten daheim für Leute, die keine Fastenerfahrung haben. Längeres Fasten in Fastenkliniken.
  • Keine Null-Diät, sondern 200-500kcal pro Tag in Form von Säften und Gemüsebrühen.
  • Fastenbegleitende Darmreinigung per Glaubersalz oder über Einläufe.
  • Mehrere behutsame Aufbautage am Ende der Fastenzeit.

Damit ist ganz klar, dass ich mit meiner Null-Diät kein Buchinger-Fasten betreibe. Vielleicht geht es mir deshalb so schlecht?

Warnung

Ich bin kein Arzt und kein Experte für Fasten, Diät oder Abnehmen, deshalb liegt es mir fern, auf diesen Gebieten Anleitungen zu geben. Diese Artikelserie ist lediglich als mein persönlicher Erfahrungsbericht zu verstehen und nicht dazu gedacht, es nachzumachen. Gleichwohl freue ich mich auf einen regen Erfahrungsaustausch im Kommentarbereich.

 


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